Wechsel des Kamerasystems von Olympus zu Nikon

Ich war lange ein treuer Fan des Olympus Kameras, doch jetzt musst ein Wechsel des Systems her. Der Wechsel erfolgte zu Gusten von Nikon.

Der Wechsel zu Nikon

Warum ich mein System gewechselt habe, hat verschiedene Gründe. Zum einen hat Olympus seine Sparte verkauft. Zum anderen hatte ich bereits länger den Gedanken, hin zum Vollformat zu gehen.
Dazu hatte ich mir ausführlich Testberichte besorgt und abgewogen. Nikon war mir schon immer recht sympathisch.
Canon kam für mich indes nicht so in Betracht und Sony hatte ich mir auf Grund des Kameramenü nicht weiter angesehen.
Es stand also die Nikon Z6 und Nikon Z7 zur Auswahl.

Welche Nikon es wurde und warum

Äußerlich sind beide Modelle gleich und nur die inneren Werte zählen. Also stattete ich Foto Frankenberg einen Besuch ab, denn dort waren beide Modelle vorrätig. Ich ließ mir ausführlich alles erklären. Vor- und Nachteile habe ich dann gemeinsam mit dem Verkäufer abgewägt.
Meine Wahl fiel dann auch die Nikon Z6 im Kit mit dem Nikkor 24-70 f4. Leider musste ich mir dann auch noch eine neue Speicherkarte zulegen, denn die Nikon nimmt nur XQD oder CFexpress auf.

Wohin mit der Olympus nebst Objektiven?

Die Frage was mit meiner Olympus passieren solle, war schnell gelöst. Auf mpb.com habe ich erst ein Angebot erstellen lassen, welches mir zusagte und dann wurde die Ausrüstung per Kurier abgeholt.
Die Bezahlung ging auch in wenigen Tagen über die Bühne. Da ich meine Ausrüstung schlechter bewertet hatte, wurde sogar noch mehr gezahlt als ich erwartete.
Alles in allem ein Top Service.

Erfahrungen mit der Nikon Z6

Da ich pünktlich zum Urlaubsstart die Kamera hatte, konnte ich sie bereits auf Ameland testen.
Klar muss man sich an jedes System gewöhnen. Aber das ging erstaunlich gut. Aber ein gutes Kamerahandbuch ist für mich da Pflicht.
Erst damit macht eine gute Kamera spaß. Die Bildqualität ist für meine Zwecke hervorragend. Ich erstelle öfter hochwertige Fotobücher und lasse Bilder auf Acryl drucken. Dafür ist die Kamera auch bei höheren ISO Stufen ebenfalls hervorragend. Bildrauschen ist bis ISO6400 kaum zu sehen.

Alles neu

Nun war es auch daran, neue Objektive anzuschaffen. Ja, das Nikkor 24.70mm f4 ist sehr gut und den Mehrpreis zum Nikkor 24-70 f2,8 war ich nicht bereit zu investieren.
Da das Bajonett der Z6 ebenfalls neu ist, nämlich ein Z Bajonett, kaufte ich noch einen Adapter um Nikon F Objektive zu adaptieren:
Damit war die Welt der Objektive erstaunlich groß geworden.
Ich persönlich verwende in der Landschafts- und Architekturfotografie sehr gerne Ultra Wide Objektive. Ein entsprechendes Nikkor Objektiv war aber zu dem Zeitpunkt nicht lieferbar. Daher schaute ich mir das Tokina Opera 16-28mm f2,8 FF an. Tolles Objektiv und sehr scharf. Preislich war es außerordentlich attraktiv.
Leider hat das Objektiv einen Nachteil: Die Frontlinse ist extrem gewölbt, so dass ich meine Rollei Rechteckfilter nicht verwenden kann. Eine Lösung dafür suche ich noch.

Auch ein Telezoom wurde gekauft. Hier entschied ich mich für das Tamron 70-210mm f4. Ebenfalls ein F Bajonett Objektiv. Abbildungsleistung ist hervorragend, auch bei langer Brennweite.
Allerdings musste ich das Objektiv mit einem Firmware Update versorgen, um es kompatibel zum FTZ Adapter zu bekommen. Nicht schlimm, aber muss man wissen.

Auch die von mir verwendeten Cullmann Blitze und Transmitter passten nicht mehr. Bei mpb.com war nichts dafür zu bekommen. Bei Ebay Kleinanzeigen war es aber kein Problem. Die passenden Blitze und Transmitter für Nikon wurden dann wieder im Fachhandel erworben.

Was setze ich nun alles ein

Ich verwende nun die folgende Ausrüstung und nehme immer nur das mit, was ich vermeintlich brauche. Denn eines ist klar: Vollformat ist gegenüber MFT deutlich schwerer.
– Nikon Z6 mit diversen XQD Speicherkarten
– Nikkor 24-70mm f4
– Tokina opera 16-28mm f2,8
– Tamron 70-210mm f4 Di VC USD (Stativschelle muss extra erworben werden!)
– Nikon FTZ Adapter
– 3 Nikon Akkus
– SmallRig L Bracket

Ebenfalls im Rahmen einer Rabattaktion habe ich ein neues Carbon Stativ von Rollei erworben. Hier habe ich rund 60% gespart.
Nun verwende ich das Rollei Lion Rock Traveler L Black Edition. Tolle Verarbeitung und sehr leicht, dabei für mich auch ausreichend groß.

Tokina 16-28mm F2,8 FF
Gewölbte Frontlinse des Tokina

Mein Fazit

Eines muss gesagt sein: Ein Systemwechsel ist eine unangenehme und ggf. kostspielige Angelegenheit. Ich für mich kann aber sagen, es hat sich gelohnt. Gelohnt in beinah allen Bereichen, außer dem Gewicht!
Olympus hat mit seinem MFT Format vieles richtig gemacht, aber es gibt auch Nachteile. Daher hat für mich das Vollformat gesiegt. Aber das kann ich nur so für mich sagen und jeder muss das selber für sich entscheiden.
Auch muss man sich im klaren sein, dass ein neues System auch Einarbeitung erfordert. Ich komme mit dem Nikon System sehr gut klar, aber halt noch nicht so perfekt wie mit dem Olympus.

Nikon Z6 mit Nikkor 24-70mm F4; Tokina 16-28mm F2,8; Tamron 70-210 F4; Cullmann CULight FR60N

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