Tropfen-auf-Tropfen (TaT) Fotografie

Die Art Tropfen-auf-Tropfen Fotografie stellt den Moment da, wenn sich zwei Tropfen treffen. Im Idealfall fällt ein Tropfen in ein mit Flüssigkeit gefülltes Behältnis. Hier entsteht eine Wassersäule, welche von einem zweiten Tropen getroffen wird.

All das klingt erstmal nach purem Glücksspiel. Tropfen-auf-Tropfen Fotografie ist es auch etwas. Denn der Augenblick, wenn die Wassersäule entsteht muss perfekt getimt sein. Ebenso der 2. Tropfen, der ebenfalls im richtigen Moment treffen muss. Und zu guter Letzt muss ja auch noch die Kamera auslösen.

Nun, ohne Hilfsmittel ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Dazu gibt es aber interessante Hilfsmittel wie das MIOPS Splash Kit. Mit diesem Kit lassen sich die Tropfen erzeugen und per Smartphone App auf die Millisekunde einstellen. Der Vorteil ist ganz klar und die erste Voraussetzung damit geschaffen. Auf der anderen Seite benötigt man noch eine Kamera, welche BLUB unterstützt. Ich nutze nun seit 1,5 Jahren die Olympus OM-D E-M1 MK II.
Die Kamera wird nun also mit dem Trigger über einen 2,5mm Klinkenstecker verbunden.


Um den Effekt des “einfrierens” zu generieren, nutze ich zwei Blitze von Cullmann. Einen links und einen rechts. Ausgelöst werden diese via Funktransmitter. Das besondere ist nun, dass ein Kabel vom Transmitter ebenfalls in den MIOPS Trigger geht.
Somit werden die Blitze vom Trigger aus gesteuert. Dazu muss in der Kamera die Auslösung des Blitz deaktiviert werden. Sonst wird 2x Mal ausgelöst und die Kamera löst immer auf den 2. Blitz aus. Sehr blöder Fehler und ich hatte wirklich Schwierigkeiten diesen zu finden.

Für den ersten Erfolg gut zu wissen

Zum Thema Blitz sei noch gesagt, dass ich diese auf die niedrigste Leistung und somit eine extrem schnelle Abbrenndauer gestellt habe. In meinem Fall war es ein Wert von 1/128.

Hat man das alles so weit stehen, heißt es sich langsam ranzutasten. Dazu gibt es im Netz ein paar Standardwerte, die schon in die richtige Richtung gehen. Aber damit es funktioniert, muss man sich ran arbeiten. Denn es ist vom Füllstand im Trigger, Abstand zum Objekt, eingestellte Tropfengröße, usw. abhängig.
Ich persönlich taste mich in 10ms Schritten ran und wenn es passt, dann nur noch in 1ms Schritten. Passt alles und die erste tolle Aufnahme steht, dann mache ich noch welche, denn jeder Figur ist einzigartig. Erst dann arbeite ich noch etwas mit Tropfengröße und Timing.

Das Ergebnis meines letzten Aufbaus der Tropfenfotografie, auch TaT genannt, findet ihr hier:

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